NEU: Sophienlust Special Edition

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Erhältlich ab dem 03. September 2019 für nur 8,99 EUR.

Inhalt:

In diesen warmherzigen Romanen der beliebten, erfolgreichen Sophienlust-Serie wird die von allen bewunderte Denise Schoenecker als Leiterin des Kinderheims noch weiter in den Mittelpunkt gerückt. Neben den alltäglichen Sorgen nimmt sie sich etwa des Schicksals eines blinden Pianisten an, dem geholfen werden muss. Sie hilft in unermüdlichem Einsatz Scheidungskindern, die sich nach Liebe sehnen und selbst fatale Fehler begangen haben.

1. E-Book: Jessicas schlauer Plan
2. E-Book: Mutter auf Zeit
3. E-Book: Daheim in einem fremden Land
4. E-Book: Sieg auf der ganzen Linie
5. E-Book: Die brasilianische Erbschaf

Leseprobe

Das seidige Fell der beiden dunkelbraunen Pferde glänzte in der Sonne. Der siebzehn Jahre alte Dominik von Wellentin Schoenecker, der im Allgemeinen nur Nick genannt wurde, ergriff die Zügel­enden, stellte den linken Fuß in den Steigbügel und saß schwungvoll auf. Sofort setzte sich sein Reittier in Bewegung.
»Langsam, Aron«, meinte Nick. »Wir müssen doch noch auf Pünktchen warten.«
Bei Pünktchen handelte es sich um ein vierzehnjähriges blondes Mädchen, in dessen Gesicht man zahllose Sommersprossen entdecken konnte. Diese kleinen Pigmentflecken hatten ihr ihren Spitznamen eingebracht. Mit richtigem Namen hieß Pünktchen Angelina. Doch das hatte sie selbst schon fast vergessen. Alle sagten Pünktchen zu ihr, sogar ihre Lehrer in der Schule. Im Laufe der Jahre hatte sie sich daran gewöhnt und fand es ganz normal. Pünktchen stieg nun auch in den Sattel.
»Von mir aus können wir starten«, erklärte sie und lächelte Nick zu. »Wir sollten uns beeilen, bevor wieder jemand auftaucht und dumme Witze macht.«
Nick wusste, wovon Pünktchen sprach. Sie befanden sich beide auf dem Gelände des Kinderheims Sophienlust. Das alte Herrenhaus, das mitten in einem großen Park lag, hatte früher einmal Nicks Urgroßmutter, Sophie von Wellentin, gehört. Als er noch ein kleiner Junge gewesen war, hatte Nick das Anwesen geerbt, das entsprechend dem letzten Willen der alten Dame zu einem Kinderheim umgebaut wurde. Nicks Mutter hatte diesen Wunsch stellvertretend für ihren damals noch kleinen Sohn gerne erfüllt und verwaltete Sophienlust heute noch. Das Heim hatte gerade erst die ersten Kinder aufgenommen, als Nick auf der Straße ein kleines, völlig verwirrtes Mädchen fand. Instinktiv hatte der Junge gespürt, dass dieses Mädchen Hilfe benötigte. Deshalb nahm er es mit nach Sophienlust. Dort stellte sich später heraus, dass das kleine Mädchen Angelina Dommin hieß. Die Eltern waren bei einem Zirkusbrand ums Leben gekommen, und es gab keine Verwandten, die sich um das Kind hätten kümmern können. Also blieb Angelina, die vom ersten Tag an Pünktchen gerufen wurde, in Sophienlust. Nick fühlte sich für die Kleine in besonderer Weise verantwortlich. Schließlich war er es gewesen, der sie gefunden und nach Sophienlust gebracht hatte.
Aus der zunächst kindlichen Freundschaft war im Laufe der Zeit mehr geworden. Die Beziehung zwischen Nick und Pünktchen trieb zarte Knospen der Zuneigung. Niemand zweifelte heute mehr daran, dass diese beiden jungen Menschen eines Tages heiraten würden, und der Gedanke, dass Pünktchen und Nick das Kinderheim irgendwann gemeinsam weiterführen würden, gefiel allen. Trotzdem konnten die meisten Kinder es nicht lassen, immer wieder auf die große Liebe der beiden hinzuweisen. Das taten sie besonders gern, wenn Nick und Pünktchen etwas zusammen unternahmen. Der gemeinsame Ausritt würde sicher auch wieder Anlass für entsprechende Bemerkungen sein, und die waren den beiden Jugendlichen peinlich. Sie hatten Glück und konnten das Gelände unbemerkt verlassen. Zunächst ging es in gemäßigtem Tempo durch den angrenzenden Wald. Später wurden Galoppstrecken eingelegt, an denen nicht nur die Reiter, sondern auch die Pferde ihre Freude zu haben schienen.
»Es ist ziemlich warm, und die Pferde schwitzen«, stellte Pünktchen schließlich fest. »Ich glaube, wir sollten eine Pause einlegen.«
»Einverstanden«, meinte Nick. »Da drüben am Bach ist das Gras besonders saftig. Dort können wir absitzen und die Pferde ein bisschen weiden lassen.«
Wenige Minuten später saßen Nick und Pünktchen einträchtig im hohen Gras beisammen. Die beiden Pferde hatten ihre Köpfe in die üppig wachsenden Halme gesteckt und machten einen zufriedenen Eindruck.
»Schau mal, was da hinten kommt!«, forderte Pünktchen Nick auf. »Heute scheinen noch mehr Reiter unterwegs zu sein.«
Auf der anderen Seite des Bachlaufes trabte ein Haflinger mit einer jungen Reiterin auf dem Rücken. Als das Mädchen Nick und Pünktchen erblickte, ließ es das Pferd angaloppieren, setzte über den Bach und kam auf die rastenden Reiter zu.
»Hallo, ihr zwei. Habt ihr das gute Wetter auch für einen Ausritt genutzt? Ich bin mit Palma schon seit zwei Stunden unterwegs. Übrigens heiße ich Jessica Oldenbrink. Verratet ihr mir auch eure Namen?«
Jessica stieg aus dem Sattel, beobachtete, wie Palma sich zu den beiden anderen Pferden gesellte und ließ sich dann im Gras nieder. Pünktchen und Nick stellten sich vor.

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